Messe

Digitaldruck und Hochglanz

(Namen von der Redaktion gekürzt)
Firma K. auf der Zuliefermesse für Möbelindustrie (ZOW) in Bad Salzuflen

20 Prozent der deutschen Möbel und 60 Prozent der Küchenmöbelproduktion kommen aus der Region um das ostwestfälische Herford. Die Region ist damit der attraktivste Möbel-Standort Europas. Folgerichtig siedelte sich dort die Zulieferindustrie an. Kein Wunder, dass die ZOW – die Zuliefermesse für Möbelindustrie und Innenausbau in Bad Salzuflen – für Deutschland und international die richtungsweisende Plattform für die Branche ist. Vom 9. bis 12. Februar öffnet die ZOW wieder ihre Tore, auf der sich die Entscheider der Branche über Innovationen und neue Designlösungen austauschen.

Die 1975 gegründete Firma K nimmt zum siebten Mal an der ZOW teil und gehört heute zu den Top-Unternehmen im Bereich der beschichteten Holzwerkstoffe und Möbelfertigteile.

„Wir müssen die Möbel mitdenken“, sagt Geschäftsführer J.P. Damit macht der 34-Jährige deutlich, dass er als Zulieferer auch im Bereich der Großserienfertigung individuellen Wünschen entsprechen muss. J.P. sieht sich nach einem sehr guten Jahr 2012 und einem verbreitet schwierigen Jahr 2013 gut aufgestellt für 2014, das die Branche als schwierig einstuft: Das Unternehmen hat in Personal im Bereich Konstruktion und Entwicklung investiert sowie den Vertrieb ausgebaut. „Damit gestalten wir die Abläufe noch effizienter. Die ZOW bringt regel-mäßig Impulse, neue Kunden und wir intensivieren unsere Partnerschaften. Wir weigern uns, aufgrund von Prognosen den Kopf in den Sand zu stecken“, so J.P. weiter.

Die ZOW wird den Trend zur Individualisierung erneut bestätigen: Verbraucher leben in den unterschiedlichsten Wohnwelten, in denen die unterschiedlichsten Möbel nachgefragt werden. „Industrie und Designer reagieren darauf ebenso wie wir Zulieferer“, sagt J.P. Deswegen prä-sentiert das Unternehmen auf der Messe vor allem digital bedruckte Fronten, Hochglanzfolien und Verpackungslösungen für Möbelfertigteile. Besonders in diesen Segmenten wollen die Ost-westfalen punkten. J.P.: „Wir müssen individuelle Beschichtungen anbieten wie Digitaldruck oder Hochglanzfolien, bei denen wir mit starken Partnern kooperieren. Diese Beschichtungs-Lösungen sind für alle Marktteilnehmer wesentlich kostensparender als traditionell lackierte Oberflächen.“ Motive für den Digitaldruck sind in allen Varianten denkbar, und auch Hochglanzfolien zeigen sich stark verbessert. Sie sind feuchtraumgeeignet und deutlich scheuerresistenter als in der Vergangenheit. Der Spezialist sei auch gefragt, wenn Möbel oder Komponenten mit hoher Lieferkompetenz verpackt werden sollen, so J.P. Insgesamt zieht er schon jetzt eine positive Messe-Bilanz: „Wir werden unseren Podiumsplatz auch 2014 verteidigen.“