Unternehmensbericht

Wir machen Dich frisch

Von der Natur lernen: Aus dem Wasserwirbel schmeckt‘s besser
Die fettesten Fische findet man im verwirbelten Wasser. Dort, wo das Wasser sprudelt, kräftig in Bewegung ist, lebt. Der Biologe Carsten Niemitz glaubt, dass der Mensch den aufrechten Gang nicht in der Savanne lernte, sondern als watender Affe im Wasser spazierte, weil dort die Nahrung einfacher zu finden war. Als der Mensch aus dem Wasser stieg, begann er, seine alte Heimat zu begradigen. Bäche und Flüsse wurden gestreckt, um Transporte zu beschleunigen und die Verkehrswege sicherer zu machen. Die Folgen waren fatal, die Gewässer sind umgekippt. Je geringer die Wasserbewegungen, desto weniger Sauerstoff im Wasser, desto größer die Ansammlung von Phosphaten als Nahrungsmittel für Algen. Leicht vorstellbar, dass das abgestandene Wasser aus unseren Leitungen auch nicht gerade lebendig ist. Turbulenz ist also der Schlüssel zu natürlichem Wasser. Automatisch schmeckt uns das Wasser aus der sprudelnden Quelle besser als die abgestandene Plörre im Wasserspender nebenan und wir würden den Unterschied sofort merken, wenn man uns zwei Gläser mit diesen Wässern gäbe.

Der Whirlator mischt Wasser und Markt auf
Wenn wir das erklären wollen, müssen wir ein Semester Molekularbiologie besuchen. Nur so viel: Die Verwirbelungen versetzen die Molekularstruktur des Wassers in ihren Ursprungszustand – jenen Zustand, mit dem der Mensch zum Menschen wurde und aus dem er zu 70 Prozent besteht. Ganz intuitiv weiß der Mensch, dass bewegtes Wasser gut tut: Am Anfang war das Wasser, heißt auf den ersten Seiten der Bibel. Und irgendwas hat sich die Natur dabei gedacht, dass Wirbelstrukturen brauchbar sind: Vom DNA-Strang bis zur Galaxie finden wir die Rotation. Ob es bei verwirbeltem Wasser jetzt Magnetismus oder Gravitation ist – nun, wir wollen auch hier einem Physikstudenten nicht den Studienplatz klauen. Wir sind nur angetreten, die Innovationsfähigkeit unserer Region zu zeigen. Und hier hat ein Unternehmen aus Porta Westfalica von der Natur gelernt: Die Firma „Whirlator Bionik Technologie“ hat einen Wasser-Verwirbeler erfunden, der in Aussehen und Montage den handelsüblichen Perlatoren gleicht. Der „Whirlator“ mischt das Wasser auf und wohl sehr bald auch den Markt.

Das Prinzip Rotation
Bionik heißt, von der Natur lernen. Friedrich Schmeding, Geschäftsführer des Unternehmens, erfand den Wasser-Verwirbeler, nannte ihn wissenschaftlich korrekt und marketingtechnisch genial „Whirlator“. Der Whirlator setzt das Prinzip der Rotation um, um die der Natur nachempfundenen Turbulenzen zu erzeugen. Im Whirlator wird die Natur simuliert: Mikrowirbel werden erzeugt, indem das Wasser durch ein Kammersystem läuft und extrem beschleunigt wird, während im zentralen Zylinder ein Magnet die geophysikalischen Zustände der freien Wildbahn nachahmt. Das Ganze wird in einem gewöhnlichen Armaturenaufsatz verpackt. Damit wird das Wasser in einen Zustand natürlichen Quellwassers zurückversetzt. Allein dieser Gedanke schmeckt uns mehr als die Vorstellung, dass unser Kaffee erst einmal durch die Klospülung musste. Die Website von Whirlator Bionik Technologie gibt’s übrigens auch auf Arabisch. Dort wittert man große Geschäfte, weil man in dieser trockenen Weltregion das Wasser anders schätzt als bei uns. Wo Güter knapp sind, steigen Wertschätzung und die Preise der Aggregate, die das wertgeschätzte Gut verbessern.

Vom genießbaren zum schmeckenden Wasser
Dabei liefern unsere Wasserwerke in der Region gute Qualität, sagt Schmeding, aber der Aufwand, der für gute Wasserqualität betrieben werden müsse, würde immer weiter steigen, prognostiziert er. Immer tiefere Bohrungen seien notwendig, immer ausgefeiltere Technik ist in immer mehr Klärwerken erforderlich. Dass die EU an der Privatisierung der Wasserversorgung feilt, lässt Qualitätsverluste und fragwürdigen Umgang mit der Ressource Wasser befürchten. Der Whirlator sei die perfekte Ergänzung, um aus genießbarem, wasserwerkaufbereitetem Wasser ein Wasser zu machen, das schmeckt. Knapp 40 Euro kostet ein Aufsatz für einen Wasserhahn. Drei Whirlatoren im Bad, einer in der Küche, einer im Gäste-WC, dazu Spülmaschine, Waschmaschine, Wasserstelle im Keller, und um die 300 Euro sind schnell zusammen gekommen, wenn man einen gewöhnlichen Haushalt nachrüstet.

Kratzer im Chrom
Doch diese 300 Euro können sich schnell bezahlt machen, wenn wir an den Armaturenkiller Kalk denken. Wir sehen die zerstörerische Wirkung von Kalk spätestens dann, wenn kaum noch Wasser aus dem Hahn kommt und wir einen neuen Perlator kaufen. Oder wenn wir Kalkablagerungen an Armaturen abkratzen und uns dann über die Schrammen im Chrom aufregen. Oder wir haben eine teure Entkalkungsanlage mit regelmäßigen Wartungskosten installieren lassen. Der Whirlator hat keine entkalkende Wirkung, aber er gibt dem Kalk kaum Chancen, sich abzulagern, heißt es.

Hau(p)tsache Wasser
Der Kaffee schmeckt nach Kaffee, Reinigungsmittel bleiben im Regal und der Badeschaum blubbert wie in einer Heile Welt Disney-Produktion. Kaltes Wasser hilft gegen Falten, warmes Wasser gegen Cellulitis. OK, dieser letzte Satz im Unternehmensbericht war ein Scherz. Aber tatsächlich spannt die Haut nicht wie nach sonstigem Waschen, wo gleich zur Creme gegriffen werden muss, damit die trockenen Schuppen nicht abblättern. Dass Whirlator-durchtriebenes Wasser besser schmeckt, das glauben wir Friedrich Schmeding. Der Whirlator macht Dich frisch.